Dienstag, 7. Oktober 2008

Twonky auf der Linkstation

Die Weboberfläche von Buffalo hat nur rudimentäre Einstellmöglichkeiten für den Medienserver. Auf meiner LSProDuo, mit Firmware 3.07 ist Twonky vorinstalliert. In das Konfigurationsmenü gelangt man nur mit Eingabe der IP des NAS + Port. Z.B: http://192.168.178.10:9050/

Manchmal ist es aber auch Port 9000 oder 9010. Einfach mal ausprobieren.

Belohnt wird dies mit manigfaltigen Einstellmöglichkeiten des Servers.





Wenn man sich die Arbeit gemacht hat, gemäß oben stehender Anweisungen seine Mediathek per itunes & Tools "aufzumotzen", lohnt der Umzug auf ein Network Attached Storage-System (NAS).

Die itunes Mediathek liegt aber standardmäßig im Ordner "Eigene Musik". Entweder man verlegt diesen Ordner auf das NAS oder man kopiert den Ordner musik/itunes auf das NAS, startet itunes mit gehaltener Shift-Taste und weist dann die iTunes Music Library.xml zu, die auf dem NAS unter wasauchimmer/musik/itunes liegt.






Der Vorteil?

Man kann diese xml-Datei in Twonky einbinden und der Medienserver "serviert" dann auch die in itunes abgelegten Playlisten.

Diese stehen dann dem ganzen Heimnetz per Stream zur Verfügung.

Ein Vorteil der "echten"-Twonky Web-Konfigurationsoberfläche ist z.B. die Möglichkeit der Radiostreams. Hierzu legt man im freigegebenen Musik-Verzeichnis von Twonky eine m3u-Playliste (mit einem Texteditor) an. Z.B. mit nachfolgendem Inhalt:

#EXTM3U#EXTINF:0,antenne.m3uhttp://www.antenne.de/webradio/antenne.m3u

Die Datei speichert man bspw. unter Internetradio.m3u ab und steht nun allen Streaming-Clients zur Verfügung. Wählt man die Playliste an übernimmt die Linkstation-Twonky-Combo das Streaming des Internetradios.

Voraussetzung ist die Aktivierung des dazugehörigen Dienstes auf der Twonky-Weboberfläche:


Foren für itunes, NAS & Co.

Prima Foren für die Themenbereiche


Buffalo NAS (und Twonky/PS3)

Fehlende Cover in itunes

Um Songs Cover zuzuordnen die z.B. itunes nicht gefunden hat, ist Handarbeit von Nöten.


Der Itunes Store File Validator (itfsv) dient hier als Router zwischen itunes und dem Album Art Downloader (AAD).


Dieser findet bei verschiedenen Onlinediensten, wie z.B. Google und Amazon Dutzende von Covern die dann bspw. als Folde.jpg im Order des selektierten MP3s abgelegt werden können.


Alternativ funktioniert dies auch mit CD Art Display. Einem kleinen, feinen Tool, welches beim Abspielen aus beliebigen Mediaplayern Cover und Lyrics anzeigt bzw. die Möglichkeit der Suche und des Downloads anbietet.

Gemeinsam genutzte Mediathek in itunes

Über Medienserver freigegebene Medien lassen sich zwar als Stream in itunes empfangen, kopieren kann man diese aber nicht. Das macht bei öffentlichen Mediatheken aus lizenzrechtlichen Gründen auch Sinn, in Heimnetzwerken bei dem mehrere User auf die gemeinsame, digitalisierte Plattensammlung zugreifen aber nicht.


Eine mögliche Lösung für dieses Manko ist Ourtunes.


Ourtunes liesst die Freigaben ein und kann diese auf jedem Rechner verfügbar machen.

Der Weg... das Ziel...

Hallo zusammen,

am Anfang stand die Idee... Die Idee, mein Heim mit Medien aller Art zu versorgen.

Die Ausgangslage:

2 PC (meiner und der meiner großen Tochter)
1 Notebook (meins!)
Jede Menge digitale Fotos
eine komplett digitalisierte CD-Sammlung
einige Aufzeichnungen aus dem Fernsehen im Divx-Format
keine Lust auf Datensicherung
1 Ipod
1 FritzBox 7270
WLAN, 100 mbit Ethernet
1&1 DSL, 6 MB

Die Vision:

Dokumente, Bilder, Filme, Musik an einer zentralen Stelle regelmäßige Datensicherung ohne manuelles Zutun
Media-Streaming

Die (Teil)Lösung:

Linkstation Pro Duo 1 TB

NAS, 2 HDD a 500 GB im Raid 0
Ab FW 3.x vorinstallierter TwonkyMedia-Server

PS3

Streaming Client
Netzwerkfähig
Kann diverse Audio,- Video- und Bildformate darstellen

Der Weg dahin:

Im ersten Part werde ich mich dem Thema Musik widmen.

Hier warteten ca. 150 CD älterer Bauart (ich bin ein Freund der 80er) auf die Digitalisierung. Kopierschutz war damals zum Glück noch Zukunftsmusik, die private Sicherungskopie hatte also damals noch seine Daseinsberechtigung. Welch Glück für mein Vorhaben...

Das Programm meiner Wahl ist hier der Audiograbber. Wie bei allen Programmen lege ich Wert auf Freeware. Wenn nicht anders erwähnt, ist dies bei allen vorgestellten SW-Produkten der Fall.

Zum kodieren bentutze ich Lame, lässt sich im Audiograbber als Codec auswählen.

Nachdem die ca. 10.000 mp3 auf der Festplatte liegen ist noch einiges an Handarbeit notwendig.
Was ist zu tun:

Zwar gleicht der Audiograbber CD-Inhalte mit der freedb ab, taggt also die Lieder entsprechend, bei einigen CDs beisst er sich jedoch die Zähne aus. Hier findet er leider keine Einträge.

Hier hilft nur 1. manuelles Nacharbeiten oder 2. Musicbrainz Picard.

Picard erstellt Fingerprints von mp3s und gleicht diese mit einer Online-DB ab.

So wird aus jedem Track01.mp3 ein prima getaggtes Musikstück.

Allerdings geht Picard hier teilweise etwas ruppig zur Sache... wenn man ein komplettes Album grabbt und dann bspw. Track01.mp3 - Track15.mp3 auf der Platte hat, kann es sein, daß Picard die Zusammengehörigkeit nicht erkennt. Man hat am Ende des Scanvorgangs dann gut getaggte Files, die aber im Extremfall 15 verschiedenen Alben zugeordnet werden, inkl. Samplern. Einen Tod muss man hier also sterben. Entweder automatisiertes Taggen, ohne manuelle Eingriffe, mit dem Ergebnis gut getaggter Dateien die leider auf diversen Alben verteilt sind oder man macht das Ganze per Hand.

Ich denke hier wird entscheidend sein, wie viele Dateien zu taggen sind.

Wenn manuelles Taggen erforderlich ist, so hilft hier mp3tag weiter.

Es gibt kaum etwas, was das Tool bzgl. taggen nicht kann...

So, jetzt hat man 10.000 getaggte Files auf der Platte. Getaggt? Nein, nicht ganz... einige Tags, wie z.B. das Genre, setzt weder der Audiograbber noch Musicbrainz Picard sauber. Außerdem fehlen Cover/Artwork, Lyrics.

Bevor wir uns hiermit beschäftigen sollten noch 2 Aktionen durchgeführt werden.

1. Taggen der Beats per Minutes (BPM)

Die BPM geben Auskunft über den Rhytmus des Songs. Es lassen sich hiermit bestimmt für DJs tolle Sachen machen... ich persönlich erkenne den Nutzen darin, daß man Playlisten mit Songs einer BPM-Range anlegen kann, nach dem Motto "ich will jetzt mal was flottes hören..."

Wer weitere Verwendungszwecke kennt, immer her damit.

Das Tool der Wahl heisst hier MixMeister BPM, gibts als Freeware oder als Shareware mit erweitertem Funktionsumfang... für o.g. Zweck tuts die Freeware.

2. Normalisieren

Beim Grabben kann es vorkommen, daß Songs in unterschiedlichen Lautstärken digitalisiert werden. Diese Pegel wieder anzgleichen nennt man "normalisieren". Dies erledigt mp3gain recht ordentlich.

Die folgenden Schritte habe ich mit meinem "Wahl-Mediaplayer" und hierfür verfügbaren Tools erledigt... itunes!

Warum itunes? Nun, meine Große hat einen Ipod, somit ist itunes auf ihrem PC Pflicht.

Außerdem hat itunes eine recht übersichtliche Bedienführung, sicherlich Geschmackssache, aber mir gefällt's. 4 weitere Vorteile von itunes:

1. itunes hat eine recht ordentliche Dateiverwaltung. Wenn ich in itunes tagge ändert sich ggf. auch die Dateistruktur auf dem Laufwerk. Ein Beispiel:

Itunes legt Daten nach Interpret/Album/tracknr title.mp3 ab
Wenn ich einmal Robbie Williams und einmal versehentlich Robie Wiliams auf getaggt habe, gibts 2 Ordner mit dem Interpreten, je nach Schreibweise und zwar auch, wenn sich dahinter wieder das gleiche Album befindet. Wenn ich den Fehler in itunes korrigiere, so wird auch die Verzeichnisstruktur auf der Festplatte "geradegezogen". Bedingung hierfür ist, daß ich unter den Optionen einstelle, daß itunes die Mediathek selbst verwalten soll. Aus meiner Sicht ein sinnvolles Feature.

2. itunes lädt viele Cover automatisch über die Online-DB Gracenote. Im Prinzip enthält alles ein Cover was man bei Itunes auch kaufen kann. Das gibt feine Coverflows :-)

3. für itunes gibts den iTunes Store file validator (itsfv), das Swiss-Knife für Musikliebhaber. Alles aufzuzählen, was das Tool kann überfordert mich... aber ein Auzug der Highlights soll Geschmack machen:

- itsfv entfernt Files aus der Mediathek die nicht mehr vorhanden sind und fügt neue Dateien hinzu
- itsfv schreibt itunes Cover/Artwork wahlweise als Folder.jpg in die Verzeichnisse und/oder integriert die .jpg in den dazugehörigen Tag des mp3-Files. Somit hat man das Cover immer "on board", egal wohin das File auch umzieht.
- itsfv ergänzt Musikdateien um das Genre (die Information holt sich das tool last.fm)
- itsfv ergänzt Musikdateien um lyrics

4. itunes 8 enthält ein geniales Tool... Genius! Wie der Name verrät, ein Genie... mal ehrlich, wer behält bei einer CD/Plattensammlung von 150 Exemplaren den Überblick? Bei 10.000 MP3s ist das nicht anders. Genius kann's! Man spielt ein beliebiges Lied ab, klickt Genius an und schwupp erstellt das Genie Playlisten mit passenden Liedwerken... so findet man Lieder von denen man gar nicht wusste, daß man sie hat :) Und das Ergebnis ist ordentlich. Hierzu gibts es zwar auch Alternativen anderer Anbieter die bspw. auch mit Winamp und dem Windows-Media-Player funktionieren (sollen) wie z.B. "The Filter". Ich habe das Tool aber leider nicht vernünftig ans Laufen bekommen, mag an mir liegen... im Prizip funktioniert das Tool wie Genius, hat aber mehr Einstellmöglichkeiten.

Wenn die Songs jetzt ordentlich getaggt sind, werdet ihr in itunes ein weiteres Problem feststellen, welches leider nach meiner Recherche nur manuell behoben werden kann.

itunes sortiert alle Lieder, wie bereits erwähnt, nach Interpret/Album. Bei Samplern bedeutet dies, daß jedes Lied nicht dem Sampler sondern dem Interpreten zugeordnet wird, was gar nicht gewünscht ist.

Um dies zu umgehen sind 2 Dinge notwendig.

1. Man weisst als Album Artist den Eintrag "Various Artist" zu

2. Man setzt unter den Informationen über den Titel die Option "Compilation" auf Ja


















Damit werden die Dateien in der Verzeichnisstruktur auf der Festplatte zusammengehalten und auch beim CoverFlow in itunes.

Das solls für den ersten Eintrag in meinen Blog gewesen sein.

Hoffe es hilft euch...